Erste Komponenten für Open-Source-Revolution in der Logistik veröffentlicht

7. April 2022

Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer IML haben jetzt Ergebnisse der Soft- und Hardwareentwicklungen aus Entwicklungsprojekten des Forschungsprojekts „Silicon Economy“ im Repository der Open Logistics Foundation bereitgestellt. Der Quellcode der Entwicklungen ist nun frei verfügbar und kann von Unternehmen weiterentwickelt und auf ihre Bedürfnisse angepasst werden.

Prof. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML, betont: „Mit unserem Vorhaben Silicon Economy sind wir angetreten, so etwas wie das Linux für die Logistik zu bauen. Der erste Grundstein für ein neuartiges dezentrales Plattformen-Ökosystem in der Logistik ist jetzt mit der Veröffentlichung unserer ersten Open-Source-Komponenten gelegt. Die Logistik wird zunehmend durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz bestimmt. Jetzt entscheidet sich, wer das vielzitierte Datengold heben wird und die richtigen Algorithmen als Erster an den Start bringt. Mit der Open Logistics Foundation haben wir eine Umgebung, in der Schnittstellen und Basisprozesse standardisiert und anwendbar werden und ein offener, föderaler und souveräner Datenraum entsteht. Die Unternehmen können jetzt intelligente Lösungen entwickeln zu digitalen Frachtbriefen oder dem Tracking von Paletten. Die Unternehmen denken bereits um: Sie wissen, dass es gemeinsamer Anstrengung bedarf und Open Source für die Digitalisierung und Automatisierung der Logistik unabdingbar ist. Wir sind daher überzeugt davon, dass das Ökosystem der Anbieter und Nutzer schnell wachsen wird.“

Das Forschungsprojekt „Silicon Economy“ startete im Mai 2020. Es läuft über drei Jahre und wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) mit 25 Millionen Euro gefördert. „Wir wollen unser Land moderner und digitaler machen. Mit diesem Projekt setzen wir international neue Standards für die Logistik. Unser Ziel ist die Digitalisierung sämtlicher Geschäftsprozesse entlang der Lieferkette – von der Bestellung über die Transportplanung bis zur Abrechnung. Deutschland ist hier Vorreiter. Mit der digitalen Bibliothek der Open Logistics Foundation öffnen wir unsere gesammelten Daten für Unternehmen weltweit. Mit digitalisierten Einfuhrprozessen erhöhen wir die Planbarkeit, bauen Bürokratie ab und senken Transportkosten“, so Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr.

Die Pressemitteilung zum Projekt finden Sie hier.